|
Dar Geschmackssinn |
|
in mit dem Geruchssinn eng verbundener Sinn ist der Geschmackssinn. Das die Zunge in diesem Zusammenhang zu betrachten ist sollte klar sein. Die Geschmackerkennung des Tigers ist sehr stark auf Geschwindigkeit hin optimiert, da dieser die Nahrung mit seinen Zähnen "nur" zerreißt und nicht längere Zeit kaut. Die Verweildauer der Nahrung im Mund ist deshalb nicht hoch genug, als das eine im Vergleich relativ langsam Analyse wie beim Menschen durchgeführt werden könnte. Obgleich die Zunge mit sehr vielen Geschmacksrezeptoren/-knospen, die auch Papillen genannt werden, ausgestattet ist, findet die primäre Geschmacksverifizierung an den Papillen des vordern Bereiches der Zunge statt. Hier wird eine Analyse der Unterscheidung von salzig, bitter oder sauer vorgenommen. Die Papillen der Zunge haben teilweise bis zu 5mm lange Widerhaken mit denen der Tiger den Knochen praktisch abschaben kann (eine Eigenschaft der Zunge aller Katzen, aber 5mm ist natürlich nur für den Tiger gemeint). Der Mensch bezeichnet auf solche Weise gewonnenes Fleisch als Separatorenfleisch. Eine kritische Anmerkung: Niemand hat von einem Tiger je eine Antwort erhalten was er wie wo schmeckt. Ich könnte zwar noch umschreiben wie der Mensch schmeckt, ob das aber zum Thema beitrage würde ist fraglich. Dies ist wieder einer der Streitpunkte der Wissenschaft und jeder der behaupt die Einzige und wahre Lösung zu kennen sollte sich selbst an des Nase fassen! Das die Prüfung des Geschmacks hauptsächlich der Genießbarkeit der Nahrung wegen durchgeführt wird dürfte ersichtlich sein. Niemand, ob Mensch oder Tiger, möchte letztendlich verdorbne Nahrung essen. Die Geschmackskomposition als Ganzes ist jedoch keine Einzelleistung der Zunge, sondern eine Kombination aus Analyse des Geruchs, der Temperatur, der Oberflächenbeschaffenheit und anderen Komponenten. Man könnte den Geschmack als virtuelles Produkt des Gehirns auffassen. |