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- Seite 5 (das Tigergebiss
II) -
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Diese an den Seiten zumeist abgeflachten Zähne haben drei Spitzen, die als Parastyl, Paracon und Metacon bezeichnet werden, von denen die Paracon die Größte und auch die Mittlere ist. Bei anderen Großkatzen ist das Zahnschema sehr ähnlich. Die Pendants zu den Reißzähnen des Oberkiefers sind sowohl etwas kleiner als auch stärker nach innen gebogen und erreichen Längen um 28mm. Diese sind, ebenso wie die Reißzähne im Oberkiefer, an den Seiten abgeflacht haben aber statt drei nur zwei Spitzen, die Paraconid und Protoconid genannt werden. Ein Bespiel für einen solchen Zahn wäre der M1. Es muß noch ausdrücklicht gesagt werden, daß die Reißzähne nicht die Eckzähne sind, da dies eine relativ häufige Verwechselung ist. Das gesamte Zahnsystem des Kiefers arbeitet, umgangssprachlich ausgedrückt, nach dem Brech-Scheren-Prinzip, daß durch die enorm kräftige Kiefermuskulatur natürlich unterstützt wird. Der Zubeißdruck den ein erwachsener Tiger erreichen kann liegt im Bereich von mehreren zehn Tonnen (punktuell). Diese Kraft reicht aus um beispielsweise den Femur (Oberschenkelknochen) eines Rindes zu zerbeißen. [mehr Informationen zum Gebiss & Zahnformel] Wie das aller Raubtiere ist das Tigergebiss darauf optimiert die Beute fest zu halten und nach dem Töten Stücke aus dem Körper der Beute herauszureißen. Zu erwähnen ist noch, daß Raubtiere ihre Kiefer "nur" auf und ab und nicht seitwärts bewegen können. Als letztes zu diesem Thema möchte ich den Unterschied zwischen den Geschlechtern ansprechen, denn meine bisherigen Ausführen bezogen sich nur auf männliche Tiger. Im Großen und Ganzen gilt für die Tigerinnen das Selbe wie für die Tiger, mit Einschränkung bei den Dimensionen. Man kann allgemein von einer Reduktion aller Maße um bis 20% bei den Tigerinnen sprechen. Ich möchte es mir hier allerdings sparen die Abmessungen explizit anzugeben. |
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